Montag, 16. Dezember 2013

Spielvorstellung: Caverna

Caverna auf BGG,
und bei uns im Online-Shop.

Kommentare:

  1. hm, kann ich zu 80% voll zustimmen.
    allerdings bin ich tasächlich stärker auf der caverna seite. ich werd sicher meine agricola sammlung nicht aufgeben, aber irgendwie fühlt sich caverna für mich einfach besser an. und das liegt einfach an dem fehlen der handkarten. ich hatte anfangs ja eher vermutet dass das ein riesen vorteil von agriola wäre, aber mir fällt durch caverna erst auf dass die handkarten bei agricola teilweise das spiel aufhalten. es gab soooo viele agricola runden, wo ich einfach pech mit den karten hatte und mich das am ende das spiel gekostet hat. also relativ schnell auf drafting umgestiegen. zack, 25 minuten spielzeit hinzurechnen. und dann gibt es in den E und F decks auch noch karten die etwas zu stark sind. und dann gibt es ja sowieso 20 unterschiedliche zusatzdecks, die das spiel immer frisch halten, was eignetlich eine gute sache is, aber andererseits auch dazu führt dass nochmal 15 minuten spielzeit hinzukommen, weil man dauernd seine karten lesen muss.
    bei caverna hatte ich bisher das gefühl, dass ich einfach mal aufbaue und losspielen kann. sich die gebäude alle am anfang durchzulesen is garnich notwendig. das funktioniert in den ersten runden super beim spiel nebenbei. oder man interessiert sich erstmal garnich für die gebäude und guckt da erst später drauf. irgendwas gutes ist dann schon noch da. das geht bei caverna einfach so, weil man nicht dafür bestraft wird wenn man bestimmte strategien nicht einhält. bei agricola gucke ich mir die starthand an und muss mich in dem moment entscheiden welche strategie ich mache. ich kann nachher noch umsteigen, aber gewinnen tut man damit meist nicht mehr. tut fast etwas weh das zu sagen, aber nach knapp 200 agricola runden hab ich einfach das gefühl dass caverna das spiel is was einfach mehr spaß macht. ich kann einfach mal drauf losspielen ohne mir zu viele gedanken zu machen. das spiel belohnt gute analyse der möglichkeiten immer sofort, wo agricola dir ins gesicht schlägt wenn du mal ein paar züge nicht alles perfekt ausgerechnet hast.
    hinzu kommt dann noch, dass bei agricola die letzen 3-5 züge von jedem spieler nerven. jeder rechnet aus, ob es jetzt sinnvoller is am ende 3 schafe, 5 rinder, 2 wildschweine, 4 getriede und 2 gemüse zu haben, oder ob 4 schafe, 4 rinder, 2 wildschweine, 3 getride und 2 gemüse doch einen punkt mehr bringen wenn ich mir auch noch 1 lehm hole für dass ich einen sonderpunkt kriege. du sagst dass es unterschiedliche punktesysteme sind. ich finde beide systeme sind von den spielentscheidungen her gleich interessant, aber das eine nervt und stört den spielfluss mehr als das andere.
    also momentan kommt mir agricola nur als familienversion ohne moorbauen auf den tisch. damit meine tochter mitspielen kann.
    ansonsten caverna.
    mal gucken wie das in einem jahr aussieht. evtl. liegs auch nur dran dass caverna frischer is.

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    1. Danke für den Kommentar - bin ich ja froh, dass Du mir eigentlich gar nicht widersprichst diesmal! ;) Deine Einschätzung ist eine persönliche denke ich, mir zum Beispiel machen die Zwänge durch die Handkarten und damit eben auch das Bestraftwerden wie gesagt durchaus Spaß und so geht es sicherlich auch vielen anderen. Stimmt aber, dass Karten natürlich auch irgendwo ein Glücksfaktor sind, die Lösung hast Du aber ja selbst direkt genannt. Auf lange Sicht werden die Spieler bei Caverna genauso bei Spielende bzw. vorher rechnen und wird sich für schwächere Spieler (z.B. durch einen kleinen Fehler oder so) das Gefühl einstellen aus Grund X oder Y geschlagen worden zu sein - meine Vermutung. Aber wer weiß das schon. So oder so sind wir uns ja einig, dass man mit Agricola schon seine 200 Runden verbringen kann und Caverna mindestens genauso gut ist. Sollten ganz gute Kaufgründe sein! ;)

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  2. ja, das mit den punkten bei caverna is aber am ende immer noch einfacher zu rechnen als bei agricola, wo es für alles was punkte gibt unterschiedliche schwellen- und maximalwerte gibt. da muss man schon häufiger gucken ob 2 schafe mehr und dafür 1 rind weniger am ende einen punkt mehr gibt, oder gleich viel, oder gar weniger. das is bei caverna schon wesentlich angenehmer.
    aber ja, das is sicher alles ne frage der persönlichen vorlieben. ich wüsst aber auch nich welches von beiden ich neuen spielern empfehlen würd. auf jeden fall NICHT beides. sondern nur eins. das dann endlos lange spielen und DANN das andere. ich glaub so holt man am meisten aus beiden raus.
    einziges manko is aber wirklich der preis. zehn euro weniger und dafür nur für 5 spieler hätte doch vollkommen gereicht.
    andererseits ist das natürlich auch ne relativ epische box und ich glaub lookout mussten sowas auch mal wieder machen nach dem papier was die in ora&labora verarbeiten hatten :D

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  3. Hallo Ben,
    Auf diese Rezension habe ich mich gefreut, herzlichen Dank dafür!

    Aufgrund der vielen Möglichkeiten resp Lösungswege, der ausliegenden Gebäude und der reduzierten Zwänge ist mir Ora&Labora durch den Kopf gegangen. Die Mechanik ist sicher anders, wie sieht es mit dem Spielgefühl aus?

    Lieber Gruss
    Matthias

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    1. Ora et Labora ist denke ich noch komplexer was die Gebäude und deren Kombinationen angeht und zudem ist das Anordnen viel entscheidender. Es fehlt bzw ist stark verändert das Ernähren, die Tiere und Co und wie Du sagst ist es eh eine andere Mechanik. Ich besitze es und werde es behalten, da es sich dadurch eben nochmal anders anfühlt. Es ist in dem Sinne gar kein 'Bauernhofspiel' mehr, sondern ein sehr denklastiges, weniger thematisches Optimierungsspiel. Die Zwänge sind in Caverna dann doch wieder etwas stärker als bei OetL und das Arbeitereinsetzen ist viel mehr im Mittelpunkt. OetL spiele ich sehr selten, aber gerne - der Fokus liegt dort auf den Gebäuden, welche bei Caverna eher ein Zusatz sind. Wie Le Havre und so weiter würde ich OetL aber nicht mit Caverna vergleichen. Grüße! :)

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